Mitgliederversammlung und Konzert am 10. Juli 2017

Begeisterung im StaatenHaus über das „Internationale Opernstudio der Oper Köln“

10.07.2017

Wer angesichts der desaströsen Nachrichten über die Sanierung der Kölner Oper eine resignative Stimmung bei der Mitgliederversammlung der Freunde der Kölner Oper E.V. befürchtet hatte, sah sich angenehm enttäuscht. In ihrem Grußwort an die zahlreich erschienenen Mitglieder gab Kölns Opernintendantin Frau Dr. Birgit Meyer die Parole des „Jetzt – erst – recht!“ aus, dankte den Freunden für ihre Unterstützung und bat darum, dem Verein und damit auch der Kölner Oper die Treue zu bewahren. Auch Herr Dr. Kemper, der 1. Vorsitzende der Freunde der Kölner Oper, dankte den Mitgliedern für ihr Durchhaltevermögen und schwor sie auf weitere fünf Jahre Interimszeit ein: „Bleiben Sie uns gewogen, denn es lohnt sich!“

Dass dies keine leeren Versprechungen sind, konnten die anwesenden Mitglieder sogleich den erfreulichen Ankündigungen der Intendantin entnehmen. So stehen in der ersten Hälfte der neuen Spielzeit für die Freunde der Kölner Oper nicht nur der Besuch der Generalprobe des „Rigoletto“ (15.12.17. 18.00 Uhr, Sektempfang in der Pause) und der zweiten Aufführung der „Fledermaus“ mit einem Pausengespräch mit der Regisseurin Petra L. Meyer und dem Dirigenten Marcus Boesch (30.11.2017, 19.30 Uhr), sondern auch das bereits traditionelle Weihnachtskonzert (18.12.17, 18.00 Uhr, Staatenhaus 3) und als besonderes Bonbon ein Workshop zur „Körpersprache auf der Opernbühne“ mit Frank Rohde  (11.01.18, 18 – 20 Uhr, Staatenhaus 3) auf dem Programm. Ein großes Highlight verspricht sodann das Abschlusskonzert des Meisterkurses zu werden, den der berühmte Bariton Thomas Quasthoff mit den Mitgliedern des Opernstudios abhält. Vor allem aber bewies das anschließende Konzert der jungen Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios der Oper Köln den Mitgliedern nachdrücklich, dass ihr finanzieller Beitrag zur Förderung dieser wunderbaren Nachwuchssänger bestens angelegt ist.

Die Georgierin Maria Kublashvili, die Spanierin Maria Isabel Segarra, der Schweizer Dino Lüthy, die Koreaner Insik Choi und Young Woo Kim sowie der Österreicher Matthias Hoffmann zeigten ihr jetzt schon großes Können bei Liedern von Strauss, Schubert und Schumann sowie bei Arien und Ensembleszenen aus Mozarts Don Giovanni, Dvoraks Rusalka, Verdis Rigoletto, Massenets Hérodiade Bellinis Sonambula, Donizettis Liebestrank und Bizets Carmen. Das Ensemblemitglied Judith Thielsen war eigens angereist, um die erkrankte Sara Jo Benoot als Carmen zu vertreten. Ein besonderer Ohrenschmankerl beendete das von den Mitgliedern umjubelte Konzert. Eine Auswahl aus Brahms Liebeslieder-Walzer setzte den stimmungsvollen Schlusspunkt hinter die im Programmzettel sehr bescheiden als „Musikalischer Beitrag des Opernstudios“ angekündigten Darbietungen der jungen Künstler. Sie wurden von ihrem musikalischen Mentor Rainer Mühlbach , dem Leiter des Internationalen Opernstudios der Oper Köln, kongenial auf dem Klavier begleitet. Der Korrepetitor Luca Marcossi ließ es sich nicht nehmen, den vierhändigen Klavierpart bei Brahms an der Seite Rainer Mühlbachs zu gestalten.

Da konnte man den abschließenden Worten Herrn Dr. Kempers nur aus vollem Herzen zustimmen: „Wir sind mit einem großartigen Konzert durch junge Sängerinnen und Sänger beschenkt worden, die alle eine große Karriere erreichen können, wenn sie sich so weiterentwickeln wie bisher. Unser Dank gilt aber vor allem auch Herrn Mühlbach, der diese junge Künstlerschar so wunderbar auf ihrem Weg auf die großen Bühnen der Welt vorbereitet.“

Norbert Pabelick

 

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